
Soncino bei Mailand 1933
- Mailand 1963
Piero Manzoni beginnt mit 17 Jahren im Jahr 1950, zu malen. Ein
Jahr später studiert er zunächst Jura an der Accademia di Brera in
Mailand, das er 1954 zugunsten eines Kunst- und Philosophiestudiums in
Rom, später in Mailand, vorzeitig abbricht. Manzoni nimmt ab 1953
privaten Malunterricht. Zwischen 1950 und 1954 entstehen zunächst
traditionelle Landschafts- und Porträtbilder, bis Manzoni 1954 anfängt,
inspiriert durch Künstler wie Burri, Fontana und Fautrier mit neuen
Materialien wie Öl, Gips und Email zu experimentieren. Im Jahr 1957
schließt er sich zusammen mit Fontana der "Gruppo Nucleare" an, die
jede Art von Akademismus zu bekämpfen versuchte. Fasziniert von Yves
Kleins monochromen Arbeiten entstehen 1957 die ersten Achrome -
farblose, gipsgrundierte und strukturierte Leinwände - die Manzonis
gesamtes weiteres Werk durchziehen. Diese Reliefbilder üben einen
großen Einfluss auf die Mitglieder der Gruppe "ZERO" aus, mit denen
Manzoni 1959 zusammen ausstellt. Die ersten pneumatischen Skulpturen
entstehen. Die Zeit ist geprägt von einer regen Kommunikation mit
Künstlern wie Mavignier, Paul Wember, Arthur Kopke, der Gruppe "Enne"
in Padua und mit der Gruppe "MOTUS". Marzoni beginnt 1961 lebendige
Körper zu signieren, die er zusammen mit einem Zertifikat als Kunstwerk
deklariert. Bis 1962 reist er nach Deutschland, Jugoslawien, Belgien
und in die Niederlande. Nach seiner Rückkehr aus Holland stirbt Manzoni
kurze Zeit später an einer im Jahr zuvor ausgebrochenen Krankheit in
seinem Atelier in der Via Fiori Chiari.
Piero Manzonis Arbeiten sind auf zahlreichen und bedeutenden
Ausstelllungen vertreten, u.a. 1968 auf der documenta 5 in Kassel sowie
1972 auf der Biennale in Venedig. Seine Werke finden Eingang in
internationale Museen.